Risikofaktoren

Mit der Zunahme der Lebenserwartung und somit auch dem vermehrten Auftreten von s.g. Risikofaktoren (die Gefäßverkalkung fördernde Faktoren) hat sich die Arterielle Verschlusskrankheit zu einer Volkskrankheit entwickelt.

50% aller Todesfälle sind auf Folgeerscheinungen der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) zurückzuführen.

Die Erkennung und Reduktion der unten genannten Risikofaktoren ist für die Behandlung der AVK (Arterielle Verschlusskrankheit) von grundlegender Bedeutung. Das Lebensalter stellt zweifellos den konstantesten Risikofaktor dar. Klinische Untersuchungen zeigen ein fast lineares Ansteigen der Häufigkeit der AVK von der Jugend bis ins hohe Alter. Neueste Studien in Deutschland haben ergeben, dass bei Männern und Frauen über 65 Jahre  jeder Fünfte Veränderungen im Sinne einer Durchblutungsstörung aufweist. Von den Betroffenen klagt jeder Zehnte über entsprechende Beschwerden.

Weiter nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind die familiäre Häufung und das Geschlecht, wobei es ab dem 65. Lebensjahr diesbezüglich keine wesentlichen Unterschiede in der Verteilung des Auftretens einer AVK mehr gibt.

Die Bedeutung der Ernährung sowie der Einfluss des Nikotins auf die Entstehung der arteriellen Durchblutungsstörung ist als gesichert zu betrachten. Eine möglichst ausgewogene, cholesterinarme Ernährung sowie ein Verzicht auf den Genuss von Nikotin stehen an erster Stelle in der Vorbeugung der AVK.

Risikofaktoren erster Ordnung:

  • die chronische arterielle Hypertonie (über Jahre erhöhter Blutdruck)
  • die Hyperlipoproteinämie (erhöhte Blutfette)
  • der Nikotinabusus (Zigarettenrauchen)
  • der Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit)

Risikofaktoren zweiter Ordnung:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Ernährung allgemein

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